Konsumentenfragen.

Woher stammen die Bergprodukte?

Die Bergprodukte stammen aus dem Berggebiet, das in der Zonenverordnung des Bundes definiert ist nach Höhe, klimatischer Lage, Nähe zum nächstgelegenen Zentrum und nach Geländeform. Unterschieden werden hierbei vier verschiedene Zonen, von der tiefstgelegenen (Stufe I) zur höchstgelegenen (Stufe IV). Für alle in diesem Bereich gewonnenen landwirtschaftlichen Erzeugnisse und daraus hergestellte Lebensmittel darf das Bergzeichen verwendet werden.

 

Woher stammen die Alpprodukte?

Die mit dem Alpsiegel ausgezeichneten Produkte stammen aus dem Schweizer Sömmerungsgebiet. Dies sind Regionen, die nur während den Sommermonaten, in der Regel von Juni bis September, traditionell alpwirtschaftlich genutzt werden. Alpprodukte sind folglich saisonale Produkte und entstehen mehrheitlich in handwerklich geprägten Kleinbetrieben. Typisch sind: Alpkäse, Alpbutter oder Alpziger.

 

Tiere, die den Sommer auf der Alp verbringen, dürfen nach der Alpabfahrt als Alptiere verarbeitet und vermarktet werden. Beispiele: das Alplamm oder das Alpschwein.

 

Warum braucht es die Berg- und Alpzeichen?

Dank den Zeichen wissen die Konsumenten, woher das Produkt stammt und unter welchen Voraussetzungen es hergestellt wurde. Zudem schützt das Gütesiegel vor Täuschungen mit Produktbezeichnungen, die zwar die Begriffe «Berg» oder «Alp» im Namen tragen, aber keinen Bezug zu den Gebieten haben, wie beispielsweise Alpenkräuter oder Swiss Alpine Tea.

 

Wer darf die Zeichen verwenden?

Alle Produzenten von landwirtschaftlichen Erzeugnissen im Berg- oder Sömmerungsgebiet sind frei, die Gütesiegel für ihre Produkte zu verwenden.

 

Wer kontrolliert, ob die Zeichen rechtmässig verwendet werden?

Verkauft ein Produzent im Berggebiet oder auf der Alp landwirtschaftliche Erzeugnisse direkt an den Konsumenten, kann er das Zeichen ohne weitere Kontrollen auf seinem Produkt anbringen.

Gelangt ein Produkt über einen Zwischenhändler zum Kunden, muss der Produktionsbetrieb über ein Zertifikat verfügen, welches die Rückverfolgbarkeit der Produkte gewährleistet. Diese erteilt eine akkreditierte Zertifizierungsorganisation wie beispielsweise q.inspecta, ProCert oder OIC.